Eugen Ullrich / OKF Hub
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Migration aus bestehenden Wissenssystemen

Sie müssen Ihr Wissen nicht neu schreiben, um es nach OKF zu bringen. Der OKF Knowledge Hub importiert Exporte aus vier verbreiteten Systemen – Notion, Obsidian, Logseq und Confluence – und macht daraus einzelne OKF-Konzepte. Diese Seite zeigt für jedes System den Export, sagt, was der Importer übernimmt, und ist ehrlich bei dem, was er nicht kann.

Der Weg ist überall gleich: Im Upload-Dialog „Aus anderem Dienst importieren" wählen und das ZIP hochladen. Die Quelle wird meist automatisch erkannt, lässt sich aber manuell setzen. Ein Import zählt wie ein normaler Upload zum Monatslimit.

Notion

Exportieren Sie den gewünschten Bereich als Markdown & CSV und laden Sie das erzeugte ZIP hoch. Markdown- und HTML-Seiten werden zu Konzepten. Zeilen aus einer CSV-Datenbank werden je als eigenes Konzept vom Typ Collection Item angelegt – eine Notion-Datenbank mit 40 Einträgen ergibt also 40 Konzepte.

Tipp: Notion hängt an Datei- und Ordnernamen lange Hash-IDs an. Der Importer kommt damit zurecht, aber saubere Seitentitel in Notion führen zu saubereren Titeln in OKF.

Obsidian

Packen Sie den Vault-Ordner als ZIP. Verarbeitet werden Markdown-Dateien, YAML-Metadaten, Tags und Wikilinks. Der technische Ordner .obsidian wird ignoriert. Wer bereits mit Frontmatter arbeitet, ist hier im Vorteil: Vorhandene tags und einfache Metadaten wandern direkt in die OKF-Konzepte.

Logseq

Exportieren Sie den Graphen als Markdown und laden Sie ein ZIP mit pages/ und, wo vorhanden, journals/ hoch. Journal-Dateien werden als Journal Entry erkannt. Eine Grenze der aktuellen Version: einfache Blockreferenzen werden nicht als interaktive Referenzen übernommen.

Confluence

Exportieren Sie den Space als HTML und laden Sie das ZIP hoch. Der Importer wandelt Überschriften, Absätze, Listen, Links, Codeblöcke und Hervorhebungen in Markdown um. Confluence-Labels werden, soweit erkannt, zu Tags. Komplexe Layouts, Makros, Tabellen oder eingebettete Anwendungen können dabei vereinfacht werden – planen Sie eine Sichtprüfung ein.

Was der Importer übernimmt

Über alle vier Systeme hinweg übernimmt der Import: Seitentitel und Textinhalte, erkennbare Tags beziehungsweise Labels, die Ordnerstruktur als OKF-Pfade und Kategorien, lokale Markdown-Links und Wikilinks bei eindeutigem Ziel, vorhandene einfache Metadaten wie Typ oder Quell-URL, sowie eine automatisch erzeugte Kurzbeschreibung aus dem ersten geeigneten Absatz.

Jedes Konzept bekommt einen Typ, den das jeweilige System nahelegt: Notion-Seiten werden zu Knowledge Page, Confluence-Seiten zu Documentation Page, Obsidian- und Logseq-Notizen zu Note. Logseq-Journale erkennt der Importer als Journal Entry, Confluence-Blogs als Blog Post, und jede Zeile einer Notion-Datenbank als Collection Item. Vorhandene type-Angaben aus dem Quell-Frontmatter haben Vorrang.

Nach dem Import meldet der Hub einen Bericht: gefundene Dokumente, erzeugte Konzepte, übersprungene Dateien, umgeschriebene Links und kaputte Links. Prüfen Sie danach stichprobenartig Struktur und Inhalt.

Wo die Grenzen liegen

Ehrlichkeit spart Frust. Der Import ist auf textbasierte Inhalte ausgelegt. Bilder, PDFs und andere Anhänge werden derzeit nicht als eigenständige Inhalte gespeichert. Komplexe Confluence-Konstrukte können vereinfacht werden. Nicht auflösbare interne Links landen als kaputte Links im Ergebnis – oft ein Zeichen für umbenannte Seiten, doppelte Titel oder Links auf nicht exportierte Inhalte. Und wenn die Quelle automatisch nicht erkannt wird, wählen Sie sie im Dialog manuell.

Nach dem Import nachbessern

Ein Import bringt Sie zu 80 Prozent, die letzten 20 Prozent machen den Unterschied für Suche und Retrieval. Drei Handgriffe lohnen sich fast immer.

  • Beschreibungen schärfen. Die automatisch erzeugte Beschreibung ist der erste Absatz, nicht immer die beste Zusammenfassung. Ersetzen Sie sie durch einen Satz, der das Konzept für sich verständlich macht. / Sharpen descriptions. The auto-generated description is the first paragraph, not always the best summary. Replace it with one sentence that makes the concept understandable on its own.
  • Tags vereinheitlichen. Über verschiedene Quellen hinweg entstehen leicht SEO, seo und Seo nebeneinander. Ein einheitliches Schema verbindet Konzepte im Graphen, die sonst isoliert bleiben. / Unify tags. Across sources, SEO, seo, and Seo easily pile up side by side. One consistent scheme connects concepts in the graph that would otherwise stay isolated.
  • Kaputte Links prüfen. Nicht jeder kaputte Link ist ein Fehler – in OKF darf ein Link auf noch nicht geschriebenes Wissen zeigen. Aber prüfen Sie die Liste, viele sind echte Tippfehler oder umbenannte Ziele. / Check broken links. Not every broken link is a fault – in OKF a link may point to not-yet-written knowledge. But review the list; many are real typos or renamed targets.

Bearbeiten geht direkt im Reader der Concept Library: Titel, Beschreibung, Typ, Kategorie, Tags und Body ändern, speichern, fertig. Der semantische Index baut sich danach neu auf.

Weiter im Thema

Wie ein sauberes Zielschema aussieht, zeigt das Frontmatter-Schema. Wer wiederkehrende Importe automatisieren will, findet den Weg unter CLI und CI/CD. Bei Import-Warnungen hilft die Fehlerbehebung.


Import-Verhalten und Grenzen nach der Anleitung des OKF Knowledge Hub, Abschnitt Import. / Import behavior and limits per the OKF Knowledge Hub guide, import section.